Benedikt Lechner

Perfektionistischer Schönschreiber auf Reisen.

Am 08.06.1998 begann sie - seine Reise durchs Leben. Den ersten Zwischenstopp legte er in der Frauenklinik in Prien am Chiemsee ein. Schon bald kam ihm jedoch zu Ohren, dass in einem kleinen Häuschen in Mietenkam im Chiemgau noch ein Bettchen frei steht. Also schnappte er seine sieben Sachen und zog weiter, um dort die nächsten 18 Jahre seines Lebens zu verbringen.

24/7 im selben kleinen Dorf hat es ihn schlussendlich doch nicht gehalten. Klug wie er war, suchte er sich natürlich eine Familie mit eigenem Busunternehmen aus und erkundete auf diese Weise Europa. Von Norwegen über England, quer durch Italien bis nach Kroatien und Slowenien - kein Weg war seiner Familie zu weit. Da hatte er ja noch mal Glück gehabt!

Doch noch mal alles auf Anfang:
In etwa zur selben Zeit, in der man ihm das Schönschreiben lehrte, entdeckte er auch seine musikalische Seite. Die Fußballkarriere wurde schnurstracks an den Nagel gehängt und gegen seine erste Gitarre ausgetauscht. Doch schlussendlich waren ihm sechs Saiten doch nicht genug, um seine Kreativität auszuleben.
So entwickelte er - neben gelegentlichen Jam Sessions - seine Leidenschaft für Stift und Papier.  Das Talent dafür kam natürlich auch nicht zu kurz und ebnete ihm so den Weg zur WDA.

Liebevoll "Bene" genannt - hinten geschrieben mit "E", gesprochen mit "I"- hat er bei uns von Anfang an Verwirrung gestiftet. So sitzt er da, die Ruhe in Person, den Skizzenblock  vor sich liegend, ohne den Sinn dahinter zu begreifen. Kunstwerke, die von Skizzen meilenweit entfernt liegen, lassen vermuten, dass er auch in Zukunft keine halben Sachen machen wird. Die Selbstständigkeit ruft, und Bene grinst zurück.

Von Stefanie Kaltenhauser